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Boekelo: Erneuter Sieg im Vielseitigkeits-Nationenpreis

Foto: Stefan Lafrentz

Boekelo: Erneuter Sieg im Vielseitigkeits-Nationenpreis

Vierter Sieg im Vielseitigkeits-Nationenpreis: Die deutschen Buschreiter waren auch im niederländischen Boekelo nicht zu schlagen und verwiesen nach den Nationenpreisen in Houghton Hall (Großbritannien), Strzegom (Polen) und Waregem (Belgien) die Konkurrenz erneut auf die Plätze. Mit dabei: Sandra Auffarth, Michael Jung (Foto, hier in Luhmühlen) und Ingrid Klimke. Bis zur letzten Starterin sah es in Boekelo sogar nach einem deutschen Doppelsieg aus. Sandra Auffarth und der früher von Marina Köhncke gerittene Holsteiner Let’s Dance (v. Lancer II) lagen nach Dressur und Geländeritt in Führung. Ein Abwurf im Parcours kostete sie jedoch die Spitzenposition. Sie wurde mit 28,9 Minuspunkten Vierte. Am selben Hindernis hatte es zuvor schon ihren Teamkollegen Michael Jung mit fischerRocana FST (v. Ituango xx) erwischt, in der Endabrechnung wurde er Fünfter (30,1). Und auch Doppel-Europameisterin Ingrid Klimke, die wie ihre Teamkollegen mit ihrem Nachwuchspferd SAP Asha P (v. Askari) das Gelände fehlerfrei absolviert hatte, kam nicht ganz ungeschoren aus dem Parcours. Sowohl am Einsprung in die dreifache Kombination, als auch am letzten Sprung fiel die Stange. 35,1 Minuspunkte bedeuteten Platz 18 für Klimke und ihre Vorjahres-Weltmeisterin der jungen Vielseitigkeitspferde. Dank des gewaltigen Vorsprungs des deutschen Trios nach Dressur und Gelände spielten die Strafpunkte im Parcours jedoch keine Rolle. Mit nur 94,1 Minuspunkten war der Mannschaft der Sieg nicht zu nehmen. Australien folgt mit 123,5, Japan mit 124,2 Minuspunkten.

Das Podium in der Einzelwertung wurde besetzt durch die Britin Laura Collett und den Australier Chris Burton, die beide mit Holsteinern an den Start gingen und jeweils 26 Minuspunkte erzielten. Wegen des besseren Geländeergebnisses ging der Sieg an die Britin und ihren Landos-Sohn London, Burton wurde mit Clever Louis (v. Cyrkon) Zweiter. Auf dem dritten Platz landete Michael Jung, der mit Creevagh Cooley als Einzelstarter teilnahm (28,1). Jung, der mit insgesamt drei Pferden in Boekelo am Start war, belegte darüber hinaus Platz zwölf mit Highlighter.

Die Vielseitigkeitsprüfung in Boekelo, die seit Jahrzehnten zu den Veranstaltungs-Klassikern der Disziplin gehört, war in diesem Jahr nicht nur wegen des Nationenpreisfinales besonders spannend. Getestet wurde hier auch der neue olympische Modus. Danach starten nur noch drei Reiter pro Nation fürs Team, ein Streichergebnis gibt es nicht mehr. Allerdings gibt es einen Reservereiter, der bei Bedarf gegen 20 Strafpunkte eingewechselt werden kann. In Boekelo machten Neuseeland im Gelände, Frankreich und Irland im Springen davon Gebrauch. Ein Ausfall in Dressur und Springen kostet jeweils 100, im Gelände 200 Strafpunkte. Dabei kann ein im Gelände ausgeschiedenes Paar fürs Springen wieder zugelassen werden – allerdings starten sie dann nur noch fürs Team. Auch diese Fälle wurden Boekelo getestet. Lediglich in der Einzelwertung bleibt alles beim Alten.

 

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