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Dillenburg

Dillenburg:

Landgestüt wird aufgelöst

Die Stadt Dillenburg und zahlreiche Pferdefreunde wollen die von Hessens grüner Umweltministerin Priska Hinz angekündigte Schließung des Landgestüts Dillenburg nicht hinnehmen. Gerüchte, nach denen das Land sich von seiner 400 Jahre alten Einrichtung trennen wolle, kursierten schon seit gut einem Jahr, aber nun macht die Landesregierung ernst. Der  Ministerin geht es allerdings nicht so sehr um finanzielle Aspekte des defizitären Landesbetriebs, sondern vielmehr macht sie sich Sorgen um das Tierwohl und den Tierschutz. Mitten in der Stadt ohne ausreichende Weideflächen sei eine artgerechte Haltung der Gestütshengste nicht möglich. Zwar wurde baulich in den vergangenen Jahren manches verbessert, auch die Anzahl der Hengste reduziert, aber dies reiche nicht aus, um den Pferden den nötigen Auslauf zu bieten. Die Ministerin beruft sich dabei auf die 2009 erschienen Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten.
Inzwischen mobilisieren die Anhänger des Landgestüts die Öffentlichkeit und haben eine Online-Petition auf den Weg gebracht.

https://www.change.org/p/umweltministerin-priska-hinz-gr%C3%BCne-erhalten-sie-das-hessische-landgest%C3%BCt-dillenburg-frau-hinz?recruiter=453366098&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition&utm_term=autopublish

Bereits am ersten Tag kamen 8.000 Unterschriften zusammen. Die Stadt Dillenburg reagierte mit Unverständnis und Verärgerung auf die angekündigte Schließung. Die Erste Stadträtin Elisabeth Fuhrländer (CDU) sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur: „Die Bevölkerung akzeptiert das nicht. Die Telefone laufen heiß.“ Für die Kommune sei das Landgestüt ein wichtiger Tourismusmagnet. Zu den Hengstparaden, die alle zwei Jahre stattfinden, kämen Tausende Menschen nach Dillenburg. Die Stadt kündigte Proteste gegen die Pläne der Landesregierung an und kann sich dabei breiter Unterstützung auch aus Reihen der SPD sicher sein. Die fest angestellten Mitarbeiter sollen in anderen Betrieben des Landes Hessen eine neue Arbeitsstelle finden. Für die Hengste will man Käufer finden. Wie die Gebäude künftig genutzt werden könnten, ist derzeit noch ungeklärt.

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