Pratoni del Vivaro: Deutsches Team übernimmt im Gelände die Führung

Was für eine großartige Leistung! Das deutsche Vielseitigkeitsteam mit Christoph Wahler/Carjatan S, Sandra Auffarth/Viamant du Matz, Julia Krajewski/Amande de B’Neville und Michael Jung/fischerChipmunk hat in der Geländeprüfung der Weltmeisterschaft in Pratoni del Vivaro bei Rom den favorisierten Briten die Führung abgenommen. Vor dem abschließenden Parcoursspringen am Sonntag liegen die Reiterinnen und Reiter von der Insel hinter den US-Amerikanern sogar nur auf Rang drei. Aber dies will nicht viel heißen, denn die Abstände sind denkbar gering und die Plätze eins bis drei trennt nur ein Springfehler: Deutschland bleibt bei seinen 76,1 Strafpunkten, da die drei Teammitglieder Jung, Krajewski und Auffahrt die Geländeprüfung mit ihrem Dressurergebnis, also ohne weitere Strafpunkte, beendet hatten. 77,4 werden für die USA notiert, auch Tamar Smith/Mai Baum und Boyd Martin/Tsetserleg TSF waren mit „sauberer Weste“ ins Ziel gekommen. Die Briten nehmen mit 80,9 Strafpunkten den dritten Platz ein. Allein Oliver Townend und Ballaghmor Class blieben auf der 5.600 Meter langen Geländestrecke, die Guiseppe della Chiesa in der hügeligen Landschaft der Albaner Berge angelegt hatte, fehlerfrei.

Auf den weiteren Plätzen folgen die Teams aus Neuseeland (88,3), Irland (105), Schweiz (109,4), Japan (111,9), Schweden (122,4), Belgien125,4) und Australien (146,3).

 

In der Einzelwertung liegt nach wie vor Michael Jung in Führung vor, gefolgt von der Britin Yasmin Ingham mit Banzai du Loir und der US-Amerikanerin Tamra Smith mit Mai Baum. Mit seinem persönlichen Bestergebnis in der Dressur von 18,8 Minuspunkten beendete Jung auch den Cross und sagte begeistert: „fischerChipmunk ist ein fantastisches Pferd, was der für eine Maschine ist, was der für eine Luft hat, was der für einen Galopp hat, wie der kämpft, das ist unglaublich.“

Sandra Auffarth und Viamant du Matz konnten sich im Einzelranking mit einer kompletten Nullrunde im Gelände wieder ins Spiel bringen. „Es war wirklich toll, von Anfang bis Ende“, sagte die strahlende Weltmeisterin von 2014. Für sie bleibt es bei 31,3 Minuspunkten. Olympiasiegerin Julia Krajewski und Amande de B'Neville legten den Turbo ein und kamen wie Auffarth ohne Probleme ins Ziel. Es bleibt daher bei nur 26,0 Minuspunkten. Krajewski räumte ein: „Ich war schon angespannt vorher, weil alle gesagt haben, das ist ein Kurs, bei dem man echt arbeiten muss. Ich hatte aber schon ab Sprung drei das Gefühl, es läuft. Und nachdem wir dann echt easy den Berg runterkamen und ich gemerkt habe, Mandy ist voll da, sie hat es im Griff, war es cool.“

Über ein gelungenes WM-Debüt freute sich Einzelreiterin Alina Dibowski, das „Küken“ im deutschen Aufgebot. Sie war mit dem polnischen Wallach Barbados gut in der Zeit, auch wenn sie an den Doppelecken die längere Alternative nahm. Nur sieben Sekunden fehlten zum Erreichen der Optimalzeit. Allerdings wurden ihr nachträglich 15 Strafpunkte für eine „Missed Flag“ auferlegt. Diese gibt es, wenn ein Pferd einen Eckensprung nicht korrekt zwischen den Flaggen überwindet. Mit einer sicheren Geländerunde haben Christoph Wahler und Carjatan S das Ziel erfüllt. Er war als erster Starter (von 87) als Pathfinder auf die Geländestrecke gegangen.

Am Sonntag wird im abschließenden Parcoursspringen der neue Weltmeister in Einzel- und Mannschaftswertung ermittelt.

 

 

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