PferdeSport International Ausgabe 07/2019

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Ausgabe 07/19

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Leseproben Ausgabe 07/2019

Signal Iduna Cup in Dortmund
Foto: Dr. Tanja Becker

Signal Iduna Cup in Dortmund

Insgesamt fünfmal, und damit so oft wie kein anderer, gewann John Whitaker den Großen Preis der Bundesrepublik in Dortmund: 1984 und 85 im Sattel von Clonee Temple, 1988 und 89 auf dem Wunderschimmel Milton, mit dem er 1990 auch im Dortmunder Weltcup-Finale ganz vorne stand, und schließlich 1993 mit Everest Grannusch. 2019 hatte es nun Johns Whitakers Sohn Robert in der Hand, die familieninterne Siegesserie auf die Zahl sechs zu erhöhen. Die Zeichen standen jedenfalls gut, schließlich gelang dem 36-Jährigen im Stechen eine fast tollkühne Wendung auf den gewaltigen Mitsubishi-Oxer, den sein Holsteiner Wallach Catwalk IV nahezu aus dem Stand springen musste. Bei 36,47 Sekunden blieb die Uhr stehen. Das sollte es eigentlich gewesen sein. Denn an dieser Bestmarke verzweifelten Patrick Stühlmeyer auf dem Schockemöhle-Hengst Chacgrano, Markus Brinkmann mit Pikeur Dylon und Guido Klatte jun. mit seinem Quinghai. Einzig Michael Jung hatte es als letzter Starter noch in der Hand. Zwar entschied sich der Vielseitigkeits-Multichampion, der in der Dortmunder Westfalenhalle zuvor bereits in drei Springen triumphieren konnte, ebenfalls für den längeren „Chickenway“ auf den Oxer zu, nahm am Ende Robert Whitaker aber dennoch fast eine Sekunde ab. Dortmund stand Kopf angesichts des bislang größten Erfolges des Springreiters Michi Jung, der Erinnerungen wach werden ließ an das Jahr 1966, als der Vielseitigkeits-Olympia-Bronzegewinner Fritz Ligges den Großen Preis von Dortmund gewann. „Ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass sie so gut werden würde”, zollte Michael Jung seiner elfjährigen Westfalen-Stute fischerChelsea höchstes Lob. 
Interview mit Patrik Kittel
Foto: Arnd Bronkhorst

Interview mit Patrik Kittel

Patrik Kittel (42), mit der Schweizer Stute Well Done de la Roche Vierter bei den Weltreiterspielen 2018, hat derzeit allerhand um die Ohren. Töchterchen Emilia hält den Schweden ebenso auf Trab wie der Umzug auf seine neue Anlage, den Eulenhof, vormals Domizil von Pony-Bundestrainerin Cornelia Endres. 
Ausbildung: Das erste Mal aufsitzen
Foto: Stefan Lafrentz

Ausbildung: Das erste Mal aufsitzen

Die Methode Ruck-Zuck-Fertig ist genauso ungeeignet wie zu langes Dauerlongieren und inkonsequentes Arbeiten mit dem Pferd. Denn das Ziel ist immer – ganz gleich für welche Disziplin – das willige Reitpferd, das dem Reiter vertraut und dabei gelassen und locker seine Aufgaben erfüllt. Schwierige Pferde haben oft ihren Ursprung in den ersten Wochen unter dem Sattel. „Wer anreitet, darf keine Angst haben und muss sehr sicher in dem sein, was er tut. Wenn sich jemand im Sattel anspannt, überträgt er diese Spannung direkt auf das Pferd, denn das spürt die auffällige Muskelspannung. Das Pferd muss fühlen, dass sein Reiter entspannt ist und ihm dadurch Sicherheit vermittelt“, betont Pferdewirtschaftsmeisterin Julia Schmid aus dem baden-württembergischen Urspring.