PferdeSport International Ausgabe 11/2019

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Ausgabe 11/19

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Leseproben Ausgabe 11/2019

Horses & Dreams in Hagen
Fotos: Stefan Lafrentz

Horses & Dreams in Hagen

Die Youngster stahlen den Routiniers regelrecht die Show. So sehr sich die Zuschauer auch über die Auftritte von Cosmo, Dalera, Emilio und Co. bei „Horses & Dreams“ gefreut haben – geschwärmt wurde von anderen, nämlich den jungen Pferden, die sich weitgehend zum ersten Mal auf einem Turnier präsentierten. Ein großer Star im wahren Sinne des Wortes ist Vayron. Der achtjährige westfälische Vitalis-Sohn bringt es auf ein stattliches Stockmaß von 1,92 Meter. Seine zierliche Reiterin Helen Langehanenberg hat den Riesen gut im Griff, sagte aber: „Am Mittwoch habe ich nach dem Training noch gesagt, vielleicht fahre ich besser wieder mit ihm nach Hause.“ Nun, das wäre schade gewesen, denn der Braune gewann nicht nur die Einlaufprüfung, sondern auch den Nürnberger Burg-Pokal. Der fordert von den Pferden zwar noch nicht die Königslektionen Piaffe und Passage, aber ein Ausbildungsprofi wie Helen hat die Veranlagung des Pferdes natürlich längst getestet. „Das macht er schon sehr gut, aber noch nicht prüfungsreif. Dieses Jahr steht ohnehin erst mal das Burg-Pokal-Finale in Frankfurt auf dem Programm“, sagte die 36-Jährige.
Mannheimer Maimarkt-Turnier

Mannheimer Maimarkt-Turnier

Beim 56. Internationalen Mannheimer Maimarkt-Turnier war kein Vorbeikommen an Isabell Werth. Die weltbeste Dressurreiterin aller Zeitenn ging in der Großen Tour dreimal an den Start, dreimal führte sie die Siegerehrung an. Eine Woche nach dem Turnier Horses & Dreams in Hagen, wo sie mit Emilio die grüne Saison einläutete, schlug Isabell Werth in Mannheim mit sage und schreibe zehn Pferden auf. „Mehr ging dann aber wirklich nicht“, scherzte die sechsfache Olympiasiegerin. Die meisten ihrer Vierbeiner waren zum Training mitgekommen, meist junge Talente, die sich an die Turnier-atmosphäre gewöhnen sollten, aber auch Weltstar Bella Rose drehte zur Einstimmung auf die Freiluftsaison auf dem Abreiteplatz ihre Runden. Für die große Tour hatte Werth den 17-jährigen Routinier Don Johnson FRH gesattelt, mit dem sie den Grand Prix und auch die Grand Prix Kür gewann. Auf dem Vorbereitungsplatz hatte sich der Don Frederico-Sohn mal wieder von seiner „lustigen“ Seite gezeigt und seine Reiterin mit Bocksprüngen „bis in die Haarspitzen gereizt“, wie Werth im Anschluss mit einem Augenzwinkern kommentierte. In der Prüfung lief es dann aber wie am Schnürchen und das Paar verwies mit 82.800 Prozent die Konkurrenz auf die Plätze.
Recht: Wann der Stallbetreiber
Foto: Stefan Lafrentz

Recht: Wann der Stallbetreiber

Derarartige Fälle beschäftigen meine Kollegen und mich immer mehr“, sagt Dr. Sascha Brückner, auf hippologisches Recht spezialisierter Rechtsanwalt sowie öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Pferdehaltung, -zucht und-sport aus Lübeck – und meint damit Fälle, die sich um die Haftung des Pensionsstallbetreibers für eingestellte Pferde drehen. Weideverletzungen, Gesundheitsschäden als Folgen einer falschen Fütterung und Verletzungen an Stalleinrichtungen – diese drei großen Bereiche seien die „Klassiker“, in denen es zum Rechtsstreit zwischen Einstellern und Stallbetreibern kommt. Stallbetreiber, die Pensionspferde aufnehmen, haben für Sicherheit und Wohlergehen ihrer vierbeinigen Mieter zu sorgen. Für Schäden haften sie in größerem Ausmaß, als viele denken.