Leseproben Ausgabe 01/2021

Totilas: Das Wunderpferd lebt nicht mehr
Fotos: K.-H. Frieler, Kiki Beelitz, Stefan Lafrentz

Totilas: Das Wunderpferd lebt nicht mehr

Totilas, das bekannteste Dressurpferd der Welt, ist tot. Im Alter von 20 Jahren musste der Hengst infolge einer Kolik-Operation eingeschläfert werden. Sein Tod löste ein immenses mediales Echo aus. Er war wahrlich ein ganz außergewöhnliches Pferd, dessen Ausstrahlung und Eleganz jeden faszinierten. Aber auch eines, das die Dressurszene polarisierte wie niemals ein Pferd zuvor. Seine exaltierten, unnatürlichen Bewegungen riefen viele Kritiker auf den Plan. Dessen ungeachtet wurden der Hengst und sein damaliger Reiter, der Niederländer Edward Gal, wie Popstars gefeiert. Die glanzvolle Geschichte nahm bekanntlich kein gutes Ende – ein Blick zurück.
Riesenbeck: Die andere Deutsche Meisterschaft
Foto: Stefan Lafrentz

Riesenbeck: Die andere Deutsche Meisterschaft

Philipp Weishaupt und Finja Bormann sprangen zu Gold und zum Meister-Titel bei diesen so ganz anderen Deutschen Meisterschaften der Springreiter und Springreiterinnen. Selten konnte sich die Deutsche Meisterschaft der Springreiter über ein derart hochkarätiges Teilnehmerfeld freuen. Was Rang und Namen hat, sattelte in Riesenbeck. Der frisch gekürte Deutsche Meister Philipp Weishaupt sagte: „Sonst liegt die Deutsche Meisterschaft inmitten der Fünf-Sterne-Turniere, aber die sind in diesem Jahr fast alle ausgefallen. Deshalb war das jetzt hier das absolute Highlight der Saison.“ Wie er dachten viele, und so durfte sich Hausherr Ludger Beerbaum über viele Dankeschöns und Komplimente freuen.
Medizin: Schlundverstopfung, ein akuter Notfall
Foto: Frank Sorge

Medizin: Schlundverstopfung, ein akuter Notfall

Mit einer Schlundverstopfung ist niemals zu spaßen, sondern erfordert das unverzügliche Eingreifen des Tierarztes. Vor allem gierige oder futterneidische Pferde riskieren eine Schlundverstopfung, wenn sie ihr Futter hinunterschlingen. Das Problem: Ist die Speiseröhre blockiert, können Speichel oder Futter nicht mehr abgeschluckt werden und es besteht die Gefahr, dass diese eingeatmet werden. Der Tierarzt tastet zunächst die Speiseröhre ab, um herauszufinden, wo die Verstopfung sitzt. Meist nimmt er eine Nasenschlundsonde, um das festsitzende Futter in Richtung Magen zu schieben.