Herpes-Virus: FEI verbietet alle Turniere bis 28. März

Als ob das Coronavirus nicht schon schlimm genug wäre – nun wird der Pferdesport von einem massiven Ausbruch des Equinen Herpes Virus (EHV-1) gebeutelt. Vor ein paar Tagen brach die Infektion beim mehrwöchigen Turnier in Valencia/Spanien aus. Seitdem sind bereits vier Pferde gestorben und rund 100 erkrankt. Das Virus geht meist mit hohem Fieber einher, befällt die Atemwege oder das Rückenmark des Pferdes und führt zu Bewegungsstörungen bis hin zum Festliegen und zum Tod.

Der Weltverband hat die Notbremse gezogen: Um eine Verbreitung der hochansteckenden Krankheit zu verhindern, wurden alle internationalen Turniere in zehn Ländern auf dem europäischen Festland abgesagt. Ausnahmeregelungen gelten derzeit noch für die laufenden Springturniere in Vejer de la Frontera (Spanien), Vilamoura (Portugal) sowie die beiden italienischen Events in San Giovanni in Marignano und Gorla Minore, sofern keine neue Pferde die Turniergelände betreten. Für die abreisenden Pferde sind strenge veterinärmedizinische Kontrollen vorgeschrieben.

Viele Veranstalter und Länder haben inzwischen auch ohne FEI-Verbot ihre Turniere abgesagt bzw. abgebrochen, unter anderem Oliva Nova in Spanien, Opglabbeek in Belgien sowie Frankreich und andere. Das FEI-Turnierverbot gilt für folgende Nationen: Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, Italien, Polen, Slowakei, Niederlande und Deutschland. Betroffen ist auch das Turnier in s’Hertogenbosch, das den Dressur-Weltcup und den Rolex Grand Slam der Springreiter vom 11. bis 14. März ausrichten wollte. Ob das Weltcup-Finale am ersten April-Wochenende in Göteborg stattfinden kann, ist noch sehr ungewiss.

FEI-Generalsekretärin Sabrina Ibanez sagte: „Dieser EHV-1-Ausbruch ist wahrscheinlich der schlimmste, den wir seit vielen Jahrzehnten in Europa erlebt haben.“ Sie appelliert an die Förderationen, auch ihre nationalen Turniere auszusetzen.

 

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