Foto: Stefan Lafrentz

Werth und Wendy sorgen für Gänsehautmomente

14 Mal schon verewigte sich Isabell Werth auf ihrer „Lieblingstafel", der neben dem Einritt ins Hauptstadion der Soers. Dass ihr 15. Sieg in der Grand Prix Kür, dem Lindt-Preis, ein ganz besonderer ist, liegt unter anderem an ihrer neuen vierbeinigen Tanzpartnerin Wendy.

„Normalerweise ruft das Deutsche Bank Stadion immer beim Springen an, dass wir zu laut sind. Aber diesmal war es bei der Dressur auch ganz schön laut”, stellte CHIO Aachen-Sportchefin Birgit Rosenberg mit Seitenblick auf die drei Erstplatzierten im Lindt-Preis, der Grand Prix-Kür am Sonntagmorgen beim CHIO Aachen, fest. Isabell Werth mit Wendy, Frederic Wandres auf Bluetooth und Ingrid Klimke mit Franziskus gehörten zu denjenigen, die das ausverkaufte Deutsche Bank-Stadion zum Toben gebracht haben. Allen voran Werth und Wendy.

Satte 89,095 Prozent vergaben die Richter für die Vorstellung der Rappstute. Bei einem Championat wäre das ein Einzelmedaillen-verdächtiges Ergebnis. Wendy setzte keinen Huf falsch in ihrer neuen Kür, für die Barry Manilows „Oh Mandy“ zu „Oh Wendy“ wurde. Geklatscht wurde bei fast allen Reitern auf der letzten Linie. Aber bei Werth und Wendy flippten die Leute aus, johlten und pfiffen. Nichts mehr von der sakralen Stille, die sonst an Dressurvierecken herrscht. Hier herrschte nur eins: Begeisterung. Wer davon ziemlich unberührt blieb, war Wendy. Wie Isabell Werth sagte: „Sie hatte kein nasses Haar am Körper, als sie rein ging und auch keins, als sie raus kam.“ Ungeachtet des tobenden Publikums piaffierte und passagierte sie im Takt weiter und schritt dann gelassen gen Ausgang, während Werth sich winkend beim Publikum für die Ovationen bedankte. Definitiv ein besonderer Moment. Auch für die Dressurreiterin, die schon alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. 

„Das war auch für mich unglaublich. Heute war unser Tag. Wir wachsen immer mehr zusammen. Wendy war wirklich total cool, obwohl es so laut wurde. Sie sagt einfach: ,Sag mir, was ich machen soll‘, und dann macht sie es. Ich war schon so oft dort drin. Aber heute war der beste aller Tage. Es ist eine Freude, hier zu sein.“

Platz zwei ging mit 83,010 Prozent an Frederic Wandres und Bluetooth. Gestern noch hatte Isabell Werth ihn mit einem strengen „Reiß dich zusammen!“ aus seinem mentalen Tief geholt, heute habe sich alles schon etwas leichter angefühlt, so Wandres. Mit seiner Prüfung war er zufrieden: „Ich hatte keine technischen Fehler, lediglich im Schritt kam etwas Spannung auf und in der B-Note ist noch Luft nach oben. Wir waren an der einen oder anderen Stelle etwas hinter der Musik.“ Was Bluetooth angeht, was er sehr zufrieden: „Wir sind am Montag gekommen und heute am Sonntag fühlte er sich noch genauso frisch und gut an, wie am Montag.“

Ingrid Klimke und Franziskus wurden mit 81,385 Prozent Dritte. Gleich zu Beginn ihrer Kür sieht ihre Choreografie einen Starken Trab vor, die große Stärke von „Franz“. Leider unterlief ihm gleich hier ein Taktfehler. „Ich habe vielleicht ein bisschen zu viel riskiert und zu viel Druck gemacht. Danach bin ich es dann vorsichtig angegangen“, analysierte Klimke die Situation. Dennoch sei sie glücklich, heute dabei gewesen zu sein. „Das war das erste Mal, dass ich hier die Kür am Sonntagmorgen geritten bin. Die Atmosphäre ist unglaublich! Schon auf dem Abreiteplatz hört man die Zuschauer und wenn man dann unter der Brücke her ins Stadion einreitet, das ist ein ganz besonderer Moment.“ Und dann erst der Moment, wenn man zum letzten Gruß aufmarschiert ist: „Aachen ist einfach einzigartig. Das Publikum ist so fachkundig. Sie wissen, was sie sehen und was sie wollen.“

Dem konnte Birgit Rosenberg nur zustimmen: „Wir sind ja nur diejenigen, die die Bühne bereiten. Ansonsten liegt es an den Reitern und den Pferden. Vielen Dank für die schönen Bilder, die wir über die ganze Woche gesehen haben!“

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