(Foto: Stefan Lafrentz)

Der Prestige Goldene Sattel für Max Paschertz

Es ist eine Ehre, zu diesen vier Auserwählten zu gehören: Beim Prestige Goldenen Sattel in memoriam Hans Günter Winkler, gefördert von der Stiftung Deutscher Pferdesport, treffen vier ausgesuchte U21-Reiter in einer Stilspringprüfung mit Pferdewechsel aufeinander. Selten war das Leistungs-Niveau so homogen wie bei der 26. Auflage der PARTNER PFERD.

Die Auserwählten waren in diesem Jahr: die 18-jährige Teresa Häsler aus Chemnitz, der 19-jährige Mick Haunhorst aus Hagen am Teutoburger Wald, der 18-jährige Max Paschertz aus Cloppenburg und der 19-jährige Magnus Schmidt aus Naumburg. Vier Reiter, die sich schon auf bedeutendem Parkett bewiesen haben: Mick Haunhorst, der schon viermal bei Europameisterschaften dabei war. Magnus Schmidt, der zum EM-Team der Jungen Reiter im vergangenen Jahr gehörte. Teresa Häsler, die 2023 hier in Leipzig Dritte im PARTNER PFERD CUP geworden ist. Und Max Paschertz, der im vergangenen Jahr Mitglied beim EM-Junioren-Team war.
 
Und den Prestige Goldenen Sattel 2024 gewann: Max Paschertz! Der Sieger sammelte auf seinem Konto 35,9 Punkte in vier Ritten an – die erste Runde wird auf dem eigenen Pferd absolviert, die anderen drei auf den Pferden der Kollegen. Interessanterweise hat Max Paschertz nicht mit seinem eigenen Pferd die beste Wertnote erhalten, sondern im Sattel der zehnjährigen Bella d’Or von Magnus Schmidt: eine 9,3 vergab das Richtergremium für diese Runde, die beste aller 16 Runden. Das Richtergremium bestand aus dem internationalen Topreiter Marco Kutscher, Bundestrainer Otto Becker und dem internationalen Springrichter Stephan Hellwig. Hellwig lobte: „Sie waren alle Vier absolut berechtigterweise hier. Wir haben keine Grundnote unter 8 vergeben – das ist schon eine Hausnummer.“
 
Der Kessel brennt in Leipzig
Stolz und ein wenig erschöpft gab der Sieger zu: „Es fällt schon eine ganz schöne Last von einem ab. Wenn man als junger Reiter hierherkommt und die ganzen Profis sieht, das macht einen irgendwie stolz, aber auf der anderen Seite bringt das auch einen gewissen Nervenkitzel mit sich“, gesteht Max Paschertz. „Und wenn man in den Parcours kommt und sieht: die Tribünen sind voll, die Leute machen Stimmung, der Kessel brennt und dann muss man auch noch auf die Fremdpferde steigen – das ist schon ein immenser Druck.“
Seit 1986 gibt es diese Nachwuchsprüfung, die einst Hans Günter Winkler ins Leben gerufen hat. Eine Serie mit Tradition, Namen und Bedeutung. „Mir bedeutet dieser Sieg unheimlich viel, einerseits weil es in Memoriam Hans Günter Winkler ist. Andererseits: Wenn man sich die Liste der Sieger der vergangenen Jahre anschaut – da stehen sehr viele Namen, die es in den ganz großen Sport geschafft haben. Die jetzt auch hier in Leipzig sind, aber nicht in den Rahmenprüfungen, sondern in den ganz ‚dicken Dingern‘.“ 2025 steht für den Schüler von Mario Stevens das Abitur an, dann voraussichtlich ein BWL-Studium – „Damit man was in der Tasche hat.“ – und sportlich möchte er selbst mal bei den ganz ‚dicken Dingern‘ an den Start gehen.


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