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Warendorf: Bundeschampionate an zwei Wochenenden

Lange hatte man sich gefragt, ob und wie die Bundeschampionate über die Bühne gehen sollen. Nun hat die FN ein Konzept vorgelegt. Dieses sieht vor, dass die Mammutveranstaltung auf zwei Wochen verteilt wird ¬– ohne Zuschauer und ohne Ausstellungsbereich. Es beginnt nun schon Ende August: In der ersten Woche vom 26. bis 30. August ermitteln die Spring- und Vielseitigkeitspferde und –ponys ihre Bundeschampions. Vom 2. bis 6. September kommen dann die Dressurpferde und –ponys sowie die Reitpferde und –ponys nach Warendorf. Auf dem Gelände sind nur Reiter und Pfleger sowie Richter, Parcoursbauer und Mitarbeiter zugelassen. Pro Reiter ist ein Pfleger erlaubt, bringt ein Reiter mehrere Pferde mit, so wird pro zwei Pferde ein Pfleger akkreditiert.

„Uns ist wichtig, dass die Bundeschampionate 2020 den gleichen sportlichen Wert haben, wie die Titel in den Vorjahren. Dennoch ist uns klar, dass besondere Bedingungen herrschen, die wir im Sinne der Pferde berücksichtigen werden“, sagt Turnierleiter Markus Scharmann. Einige der für 2020 sowieso geplanten Neuerungen kommen der aktuellen Situation bereits entgegen: So qualifizieren sich die sechsjährigen Springpferde direkt über die Wertnote 8,0 oder besser für das Finale, d.h. die zusätzliche Platzierung in einem Springen der Klasse M entfällt. Vor allem die Spring- und Vielseitigkeitspferde brauchen zur Vorbereitung auf die Bundeschampionate Turniere, um Erfahrungen zu sammeln. „Wir hoffen, dass viele Veranstalter entsprechende Prüfungen für junge Pferde anbieten. Und natürlich brauchen wir auch Qualifikationen in den einzelnen Landesverbänden.“

Die Aufteilung der Bundeschampionate und die neuen Abläufe helfen auch, die Kosten zu reduzieren: Es werden weniger Stallzelte gebraucht, weniger Plätze müssen gleichzeitig mit Personal und Technik bespielt werden. Allerdings entfallen auch die Einnahmen durch Zuschauer und Aussteller. Dennoch werden Preisgelder in der Höhe wie 2019 ausgeschüttet. Eigentlich sollten die Preisgelder bei den Springpferden in diesem Jahr auf 100.000 Euro steigen. Scharmann: „Ich bitte um Verständnis, dass das unter diesen Bedingungen nicht umsetzbar ist.“

 

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